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Aktuelle Publikationen

Die folgende Liste bietet einen Überblick über einige aktuelle Veröffentlichungen der Mitglieder des Vereins, die in den letzten fünf Jahren erschienen sind, und ist nach Erscheinungsdatum geordnet. Eine umfangreiche Liste zu Veröffentlichungen im Rahmen der Dokumentarischen Methode, die ein Mal jährlich aktualisiert wird, finden Sie hier.

Cremers, M./Stützel, K./Klingel, M. (2020): Umgang mit Heterogenität. Geschlechtsbezogene Zusammenarbeit in Kindertagesstätten. Opladen [u.a.]: Budrich.
Aus dem Inhalt: In länderspezifischen Bildungsplänen für das Feld der Frühpädagogik werden sowohl die Anerkennung geschlechtlicher Unterschiede gefordert, als auch geschlechtsbezogene Homogenisierungen und Stereotypisierungen problematisiert. Ob und welche Veränderungen für den pädagogischen Arbeitsalltag damit einhergehen, ist bisher kaum analysiert worden. Die Studie rekonstruiert anhand von Gruppendiskussionen mit Teams in Kindertagesstätten wie pädagogische Fachkräfte selbst die Relevanz von Geschlecht im pädagogischen Arbeitsalltag erleben. Erkennbar ist eine feldspezifische Neuordnung von Profession und Geschlecht.

Cloos, P./Gerstenberg, F./Krähnert, I. (2019): Kind - Organisation - Feld. Komparative Perspektiven auf kindheitspädagogische Teamgespräche. München: Beltz Juventa.
Aus dem Inhalt: Der Band stellt empirische Ergebnisse der dokumentarischen Gesprächsanalyse von kindheitspädagogischen Teamgesprächen aus Kindertageseinrichtungen, Familienzentren, Angeboten der Frühen Hilfen und der kulturellen und freizeitbezogenen Arbeit mit Kindern vor. Auf diese Weise wird das Format »Teamgespräch«, damit verbundene Bezugsprobleme, kontrastierende Gesprächstypen, die Positionierungen gegenüber den Kindern, Eltern und Einrichtungsumwelten rekonstruiert und als Grundlage für einen Vergleich kindheitspädagogischer Handlungsfelder genutzt.

Dörner, O./Loos, P./Schäffer, B./Schondelmayer, A. (2019): Dokumentarische Methode: Triangulation und blinde Flecken. Opladen [u.a.]: Budrich.
Aus dem Inhalt: Das Interesse am Thema Triangulation – Einnahme unterschiedlicher Perspektiven – bezieht sich vor allem auf Fragen danach, welche Möglichkeiten und Grenzen die Dokumentarische Methode für Triangulationen in grundlagentheoretischer, methodologischer und methodischer Hinsicht bietet. Damit wird über das gängige Verständnis von Triangulation als Mixed Methods hinausgegangen, bei dem es um die Kombination verschiedener Methoden und die Validierung von Ergebnissen geht. Im zweiten Teil des Buches geht es um „Blinde Flecken“ der Dokumentarischen Methode, die im Vergleich mit anderen Methodologien und Verfahren der empirischen Sozial- und Bildungsforschung deutlich werden, sich aber auch in der eigentlichen Forschungspraxis (im Forschungsfeld) konstituieren und offenbaren. Im Band werden beide Dimensionen berücksichtigt.

Hunold, M. (2019): Organisationserziehung und Macht. Eine rekonstruktive Studie zu Erwachsenen in quasi-totalen Wohnorganisationen. Wiesbaden: Springer VS.
Aus dem Inhalt: Entgegen der verbreiteten Annahme, dass nur Kinder und Jugendliche zu Adressaten von Erziehung werden, wird in dem Buch theoretisch und empirisch gezeigt, wie Erwachsene, besonders als Mitglieder von quasi-totalen Wohnorganisationen, erzogen werden. In einem Kloster, einer Kommune, einem Wohnprojekt und sozialpädagogisch-therapeutischen Wohngruppen wurden Gruppendiskussionen zur Organisationserziehung geführt und mit der Dokumentarischen Methode rekonstruiert. Ein besonderes Augenmerk widmet Martin Hunold dem Zusammenspiel von organisationaler Erziehung und Sozialisations- sowie Sanktionsmacht.

Nohl, A.-M./Somel, N. (2019): Education and Social Dynamics: A Multi-level Analysis of Curriculum Change in Turkey. [Studies in Curriculum Theory Series]. London/New York: Routledge.
Aus dem Inhalt: Education and Social Dynamics offers a new approach to analyzing curriculum change by investigating the entanglement of education and society in markedly heterogeneous Turkey, which has recently witnessed nation-wide curriculum reforms. While the new curriculum has attempted to homogenize all Turkish primary schools since 2005, Nohl and Somel, drawing on a theoretical differentiation of social entities, reveal how subsequent curricular practices have had to account for the diversity of milieus and organizations in the nation’s educational sector, and how inequality and competition run rampant in the standardization efforts. Using expert interviews, group discussions, and other empirical data that compare instructional practices within five distinct schools, the book represents a breakthrough in our understanding of developments in Turkey and their significance for extant theories of curriculum development and reform worldwide. By linking specific case study material from Turkey to intensifying international concerns, it provides an important and relevant global commentary.

Stützel, K. (2019): Jugendarbeit im Kontext von Jugendlichen mit rechten Orientierungen. Rekonstruktiv-praxeologische Perspektiven auf professionelles Handeln. Wiesbaden: Springer VS.
Aus dem Inhalt: Ausgehend von einem rekonstruktiven Forschungsansatz geht Kevin Stützel den Handlungsweisen von Pädaog*innen im Bereich der Sozialen Arbeit mit rechten Jugendlichen auf den Grund. Der Autor analysiert Gruppendiskussionen mit Team-Gruppen, die überwiegend in der aufsuchenden Jugendarbeit tätig sind, wobei er die Analyse um Bildinterpretationen ergänzt. Auf der Grundlage der empirischen Ergebnisse diskutiert er rekonstruktiv-praxeologische Perspektiven auf professionelles Handeln und präsentiert praxisrelevante Schlussfolgerungen.

Bohnsack, R./Hoffmann, N./Nentwig-Gesemann, I. (Hrsg.) (2018): Typenbildung und Dokumentarische Methode. Forschungspraxis und methodologische Grundlagen. Opladen [u.a.]: Budrich.
Aus dem Inhalt: Die Bildung von (Ideal-)Typen stellt den zentralen Weg zur Generalisierung empirischer Ergebnisse im Bereich qualitativer bzw. rekonstruktiver Methoden dar. Im Rahmen der Dokumentarischen Methode ist dieser Weg vielfach erprobt und zunehmend elaboriert worden: in der Auswertung von Gesprächen bzw. Gruppendiskussionen, unterschiedlichen Arten von Interviews, Bildern, Videos und Filmen sowie auch in der Kombination, also der Triangulation, dieser Methoden miteinander. Die in diesem Band versammelten Beiträge geben Einblick in die Vielfalt der Typenbildung im Rahmen der Dokumentarischen Methode.

Bohnsack, R/Kubisch, S./Streblow-Poser, C. (Hrsg.) (2018): Soziale Arbeit und Dokumentarische Methode. Methodologische Aspekte und empirische Erkenntnisse. Opladen [u.a.]: Budrich.
Aus dem Inhalt: Für die Soziale Arbeit als Profession wie auch als sozialwissenschaftliche Disziplin gewinnen Studien, welche auf der Dokumentarischen Methode basieren, zunehmend an Bedeutung. Der Band vermittelt anhand forschungspraktischer Beispiele sowohl Einblicke in methodologische Grundlagen und methodische Vorgehensweisen als auch in die mit einem rekonstruktiv-praxeologischen Zugang zu erzielenden Erkenntnisse und Reflexionspotentiale in unterschiedlichen Handlungsfeldern und Bereichen, die die Soziale Arbeit gegenwärtig vor Herausforderungen stellen. Gegenstand der dargestellten Studien sind Erfahrungsräume von Adressat*innen der Sozialen Arbeit, Handlungsorientierungen von Fachkräften und freiwillig Engagierten sowie die organisationalen und sozialpolitischen Rahmenbedingungen ihres Handelns. Schließlich wird auch die Logik von Fallkonstruktionen in Teamsitzungen und Aktenführung auf der Basis der Dokumentarischen Methode rekonstruiert. Die Beiträge beleuchten in diesem Sinne relevante Bereiche des Forschungsfeldes der Sozialen Arbeit.

Hinzke, J.-H. (2018): Lehrerkrisen im Berufsalltag. Zum Umgang mit Spannungen zwischen Normen und Orientierungsrahmen. Wiesbaden: Springer VS.
Aus dem Inhalt: Jan-Hendrik Hinzke untersucht in seinem Buch, wie Lehrpersonen mit Krisenmomenten umgehen. Er stellt dar, welche Krisen im Berufsalltag erfahren werden, und fragt, wovon es abhängt, ob aus solchen Lehrerkrisen etwas Neues hervorgehen kann, das die Arbeitsbeziehung zwischen Lehrpersonen und Schülerinnen und Schülern zu verändern vermag. Der Fokus liegt dabei auf jenen konkreten Momenten des Berufsalltags, in denen Lehrpersonen in die Krise geraten, wobei auch die Rolle der Wahrnehmung möglicher Schülerkrisen berücksichtigt wird. Im Ergebnis zeigt sich, dass sich die erlebten Krisen auf die Interaktion mit Schüler*innen im Unterricht beziehen. Diese Krisen werden näher gefasst als vier typische Spannungsverhältnisse zwischen wahrgenommenen Normen und handlungsleitenden Orientierungsrahmen. Der Autor stellt heraus, dass der Umgang mit den vier typischen Krisen durch zwei Beobachtungshaltungen strukturiert wird.

Przyborski, A. (2018): Bildkommunikation: Qualitative Bild- und Medienforschung. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg.
Aus dem Inhalt: Die gegenwärtigen medientechnischen Entwicklungen haben zu einem immensen Aufschwung der Bilder beigetragen. Noch nie wurde so viel mit Bildern kommuniziert wie heute. Wie verständigen wir uns mit Bildern? Wie erzeugen wir in unserem Alltag Sinn mit ihnen? Die Logik des Bildes hat, im Vergleich zu jener der Sprache, in der Forschung bisher wenig methodologische Beachtung gefunden. Vor allem in der Auseinandersetzung mit Medien und Kommunikation fehlt eine prinzipielle Beschäftigung mit Bildverständigung bislang weitgehend. Im vorliegenden Buch wird theoretisch und empirisch die Funktion des Bildes in der wechselseitigen Konstitution von Medien und Alltag geklärt und in einem empirisch fundierten, praxeologischen Kommunikationsmodell verdichtet. Das Modell begründet und ermöglicht empirische Forschung, die gegenwärtige Kommunikation insofern zu erfassen weiß, als u. a. unterschiedliche Medialitäten (Sprache, Bild, Musik ...) in ihrem Eigensinn ebenso wie Social-Media-Kommunikation systematisch beachtet werden. Im Buch werden die entsprechenden forschungspraktischen Schritte, insbesondere der dokumentarischen Bild- und Medienanalyse, detailliert ausgeführt.

Amling, S./Vogd, W. (Hrsg.) (2017): Dokumentarische Organisationsforschung. Perspektiven der praxeologischen Wissenssoziologie. Opladen [u.a.]: VBudrich.
Aus dem Inhalt: Im Kontext einer rekonstruktiv angelegten Organisationsforschung sind in den letzten Jahren eine Reihe von Analysen zu Organi­sationen aus unterschiedlichen gesellschaft­lichen Feldern entstanden (z.B. zu Schulen, Krankenhäusern, der Polizei oder auch grö­ßeren Wirtschaftsunternehmen). Der Band reflektiert die Ergebnisse ausgewählter em­pirischer Studien und insbesondere deren methodische Zugänge zum (impliziten) Wissen von oder in Organisationen und dis­kutiert darauf aufbauend in systematischer Weise die Frage, wie sich Organisationen aus einer praxeologischen Perspektive konzeptionalisieren und analysieren lassen.

Slunecko, T./Wieser, M./Przyborski, A. (Hrsg.) (2017): Kulturpsychologie in Wien. Wien: Facultas.
Aus dem Inhalt: Der Band dokumentiert und verdichtet zentrale Impulse, die in den letzten zehn Jahren von Wien – konkret: vom Institut für Kulturpsychologie und qualitative Sozialforschung und seinem Netzwerk – für eine paradigmatische Erneuerung der Psychologie ausgegangen sind. Der Kern dieser Erneuerung besteht darin, Kultur nicht als eine von mehreren Variablen zu begreifen, die auf dem Menschen „wirken“, sondern als essentielle Matrix für das Verständnis des Psychischen. Die einzelnen Beiträge zeigen, wie dies theoretisch und methodologisch gedacht und praktisch in der Forschung umgesetzt werden kann. Dabei eröffnen sich gleichzeitig Wege zu einer praxeologischen Psychologie, in der sich akademische Wissenschaft mit dem lebendigen Alltag zu verbinden vermag.

Amling, S. (2015): Peergroups und Zugehörigkeit. Empirische Rekonstruktionen und ungleichheitstheoretische Reflexionen. Wiesbaden: Springer VS.
Aus dem Inhalt: Steffen Amling leistet eine systematische Rekonstruktion der unterschiedlichen Modi der Differenzsetzung und Attribution in jugendlichen Peergroups und der Formen habituellen Wissens, an denen sich diese orientieren. Auf der Basis des empirischen Materials unterscheidet der Autor drei Typen kollektiver Orientierungen sowie damit verknüpfter Distinktionspraktiken und arbeitet die Relevanz unterschiedlicher Sozialisationserfahrungen für die soziale Genese dieser Typen heraus.

Nohl, A.-M./Rosenberg, F./Thomsen, S. (2015): Bildung und Lernen im biographischen Kontext. Empirische Typisierungen und praxeologische Reflexionen. Wiesbaden: Springer VS.
Aus dem Inhalt: Bildung und Lernen sind zentrale Grundbegriffe der Erziehungswissenschaft, doch werden sie kaum theoretisch-systematisch aufeinander bezogen, geschweige denn in ihrem Wechselspiel empirisch untersucht. Der vorliegende Band verbindet das Konzept transformativer Bildung mit anspruchsvoller Lerntheorie und erarbeitet auf der Basis der praxeologischen Wissenssoziologie, von Deweys Pragmatismus und Bourdieus Praxistheorie eine eigene Perspektive auf Bildung und Lernen. Diese steht in einem reflexiven Verhältnis zur empirischen Rekonstruktion von Bildungsphasen und -ressourcen sowie von Lernprozessen, die anhand von rund fünfzig narrativen Interviews erhoben wurden.

Schmidt, F./Schondelmayer, A./Schröder, U. B. (Hrsg.) (2015): Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt. Lebenswirklichkeiten, Forschungsergebnisse und Bildungsbausteine. Wiesbaden: Springer VS.
Aus dem Inhalt: Für verschiedene pädagogische Felder lässt sich feststellen, dass das Thema der Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt eine untergeordnete, ja marginale Rolle spielt. Einhergehend mit dieser fehlenden Relevanz und Präsenz, lassen sich zudem Unsicherheit und Unbehaglichkeit in der Konfrontation mit nicht heteronormativen Lebenswirklichkeiten ausmachen. Zwar weisen Studien auf eine verbreitete generelle Toleranz in Bezug auf geschlechtliche und sexuelle Vielfalt hin, in der konkreten Handlungspraxis scheinen jedoch Erfahrungswissen, Kompetenz und Unterstützung zu fehlen - und dies hat Konsequenzen. Das Anliegen der Herausgabe ist, die Beobachtung der fehlenden Sichtbarkeit sexueller und geschlechtlicher Vielfalt aufzugreifen und entgegenzuwirken. Ziel der Herausgabe ist, den Leser*innen ein umfangreiches Wissen über das Thema der sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt bereitzustellen und so zu einer vertiefenden Auseinandersetzung mit dieser Thematik in der Pädagogik, Theorie und Praxis eingeschlossen, anzuregen.