Dokumentarische Organisationsforschung
Beschreibung
Dokumentarische Organisationsforschung
Freitag, 04. Dezember 2026,
9-17 Uhr
Ort: online
Dozierende: Lea Frömchen-Zwick, M.A. (Universität Kiel)
Jun.-Prof. Dr. Martin Hunold (Universität Magdeburg)
Die Dokumentarische Methode ist in der Organisationsforschung mittlerweile fest etabliert und wird in unterschiedlichen Arbeiten vor allem für die Erforschung von organisationalen Praktiken verwendet. Die Mitgliedschaft in einer Organisation geht unter anderem mit kommunikativen Prozessen und konjunktiven Erfahrungen einher, die das Handeln der Mitglieder orientieren oder auch irritieren können und für die Forschung interessant werden. Zudem werden Organisationen als soziale Systeme mit Eigendynamiken verstanden, welche empirisch untersucht werden können.
Im Workshop setzen wir uns zunächst mit den Grundlagen der Dokumentarischen Methode und speziell mit der Dokumentarischen Organisationsforschung auseinander. Neben der Leitdifferenz von Kommunikativität und Konjunktivität in Organisationen werden organisationale Erfahrungsräume und Regelpraktiken thematisiert. Der Workshop richtet sich dabei sowohl an Organisationsforscher:innen, aber auch an alle, die in ihrer Forschung organisationalen Praktiken begegnen und diese dokumentarisch erforschen wollen.
Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, eigene Vorlagen in den Workshop einzureichen (bei mehreren Einreichungen entscheidet das Los): Aus Ihrer Vorlage sollten das Erkenntnisinteresse und die Fragestellung sowie der Forschungskontext und das Sample ihrer Untersuchung deutlich werden (max. 2 Seiten). Im Rahmen der Vorlage kann eine komparative Analyse mehrerer Transkriptausschnitte oder Bilder realisiert werden (max. 8-9 Seiten). Alternativ ist es möglich eine dokumentarische Typenbildung bzw. deren Ansätze als Vorlage einzureichen (ebenfalls max. 8-9 Seiten) einzureichen. Des Weiteren sollten die Vorlagen die Transkriptausschnitte mit Zeilenzahlen oder die interpretierten Bilder umfassen, auf die sich die Interpretationen beziehen (ca. 2-3 Seiten). Insgesamt sollte die
Vorlage nicht länger als 14 Seiten sein.
Wenn Sie eigenes Material einreichen möchten, wenden Sie sich bitte vor der Anmeldung an froemchen-zwick@paedagogik.uni-kiel.de oder
martin.hunold@ovgu.de.
Teilnahmebeiträge:
Regulär: 99,00 € mit eigener Interpretationsvorlage: 139,00 €
Ermäßigt: 79,00 € mit eigener Interpretationsvorlage: 119,00 €
Bitte verbindlich bis zum 13. November 2026 anmelden.
Bitte beachten Sie, dass der Workshop eine Mindestteilnehmerzahl benötigt. Sollte diese nicht erreicht werden, bekommen Sie die Teilnahmegebühr zurückerstattet. Der reguläre Teilnahmebetrag gilt für Teilnehmende mit einem Nettoeinkommen von mindestens 1000 € pro Monat und für alle, deren Teilnahmebeitrag von ihrem Arbeitgeber/einem Institut/einer Stiftung oder Ähnlichem übernommen wird. Bei einer Stornierung der Anmeldung, erheben wir für den Verwaltungsaufwand grundsätzlich eine Gebühr von 15 €. Ab 15 Tage vor dem Workshop können bei Stornierung oder Nicht-Teilnahme noch 20% des Teilnahmebeitrages zurückerstattet werden.
Die Dozierenden:
Lea Frömchen-Zwick, M.A.: M.A. Pädagogik, B.Sc. Psychologie, B.A. Bildungswissenschaften, z.Zt. wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Abteilung Organisationspädagogik. Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: organisationales Lernen und Gedächtnis, dokumentarische Organisationsforschung, organisationale Wissenspraktiken.
Hunold, Martin; Dr. phil., Juniorprofessor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Fakultät für Humanwissenschaften, Institut I: Bildung, Beruf und Medien. Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Sozialpädagogik der Übergänge und erziehungswissenschaftliche Biographie- und Lebenslaufforschung, Theorie und Empirie sozialpädagogischer Professions- und Organisationsforschung: Kinder- und Jugendhilfe sowie berufliche Rehabilitation, Rekonstruktive Bildungs- und Erziehungsforschung, Theorien und Methoden der Sozialpädagogik, Profession und
Organisation Sozialer Dienste mit Blick auf Ungleichheit, Bewältigung/Bildung und Partizipation, Dokumentarische Methode und praxeologische Machtanalytik.