Typenbildung im Rahmen der Dokumentarischen Methode

Kalender
Workshops 2026
Datum
06.11.2026 10:00 - 18:00

Beschreibung

Typenbildung im Rahmen der Dokumentarischen Methode

6. November 2026, 10-18 Uhr
Ort: online
Dozent: Stefan Rundel (Universität der Bundeswehr München)

Die Typenbildung wird im Rahmen der Dokumentarischen Methode breit diskutiert und auch immer wieder weiterentwickelt – von der Sinn- und Soziogenese über die relationale Typenbildung, die Typenbildende Interpretation oder auch die referenzierende Interpretation. Dabei versucht eine praxeologische Typenbildung die Struktur der Praxis aus dem empirischen Material heraus zu verdichten, verallgemeinerbare Kriterien zu rekonstruieren und letztlich Typen vom Einzelfall zu abstrahieren. Induktion, Deduktion und Abduktion spielen dabei genauso eine Rolle wie die Rekonstruktion eines tertium comparationis und das Prinzip des komparativen Vergleichs.

Zunächst wird im Workshop ein Überblick über die dokumentarische Typenbildung gegeben und sowohl deren Grundlagen und grundlegenden Prinzipien, als auch deren unterschiedlichen Entwicklungen dargestellt. Fokussiert wird dabei die sinn- und soziogenetische Typenbildung, deren Vorgehen anhand von empirischem Material verdeutlicht wird. Entsprechend der Interessen der Teilnehmenden können unterschiedliche Phasen näher betrachtet und eingeübt werden, wie beispielsweise die Rekonstruktion eines tertium comparationis, die Verallgemeinerung der Interpretationen aus der reflektierenden Interpretation oder die Frage nach der soziogenetischen Interpretation bzw. Typenbildung. 

Dem Workshopcharakter entsprechend kann zudem Forschungsmaterial von Teilnehmenden eingebracht und diskutiert werden. Dies kann eine erste komparative Analyse verschiedener Fälle sein, als auch erste Ansätze einer sinngenetischen, bzw. soziogenetischen Typenbildung. Die Vorlagen sollen bis spätestens vier Wochen vor dem Workshop eingereicht werden. Eine Vorlage mit empirischem Material enthält eine kurze Darstellung des Forschungsprojektes und -designs (max. 2 Seiten) und empirisches Material mit Interpretationsideen verschiedener Fälle, die komparativ betrachtet werden können, bzw. einer bereits entwickelten sinn- und/oder soziogenetischen Typenbildung (max. 8 Seiten). Vor Beginn des Workshops werden die Vorlagen an alle Teilnehmenden verschickt.

Wenn Sie eigenes Material einreichen möchten, wenden Sie sich bitte vor der Anmeldung an stefan.rundel@unibw.de.

Teilnahmebeiträge:
Regulär: 99,00 € mit eigener Interpretationsvorlage: 139,00 €
Ermäßigt: 79,00 € mit eigener Interpretationsvorlage: 119,00 €

Bitte verbindlich bis zum 16. Oktober 2026 anmelden.

Bitte beachten Sie, dass der Workshop eine Mindestteilnehmerzahl benötigt. Sollte diese nicht erreicht werden, bekommen Sie die Teilnahmegebühr zurückerstattet. Der reguläre Teilnahmebetrag gilt für Teilnehmende mit einem Nettoeinkommen von mindestens 1000 € pro Monat und für alle, deren Teilnahmebeitrag von ihrem Arbeitgeber/einem Institut/einer Stiftung oder Ähnlichem übernommen wird. Bei einer Stornierung der Anmeldung, erheben wir für den Verwaltungsaufwand grundsätzlich eine Gebühr von 15 €. Ab 15 Tage vor dem Workshop können bei Stornierung oder Nicht-Teilnahme noch 20% des Teilnahmebeitrages zurückerstattet werden.

Der Dozent:
Stefan Rundel: Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Organisationspädagogik an der Universität der Bundeswehr München. Sein Dissertationsprojekt beschäftigt sich mit beruflichen Wechseln im Alter von 50+ und den dabei zugrundeliegenden Berufsbildern. Forschungsschwerpunkte: Dokumentarische Methode, Bildwissenschaft, Veränderungen der Arbeitswelt, digitale Technologien, Übergänge.

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